Affleck nimmt alle Schuld auf sich, aber er weiß auch, dass es keinen Gott gibt, bei dem er sich ausheulen könnte. An seine Hauptrolle in Peter Jacksons „King Kong“ (2005) kann sich kaum einer erinnern – alle denken nur an den Affen und Naomi Watts. Mit dem Oscar für den besten Hauptdarsteller werden die Leistungen der Hauptdarsteller eines Films geehrt. Aber „Milk“ hatte den Biopic-Faktor und eine Agenda. Aber er tötet auch solche, die ihm nicht ebenbürtig sind, weil er nicht ertragen kann, dass sie es überhaupt mit ihm aufgenommen haben. Es muss eine sehr knappe Entscheidung gewesen sein. Hätte man weissagen können, dass Penn, dessen Comeback man in diesem Jahr ehren wollte, bereits fünf Jahre später noch eine Auszeichnung erhält, Murray wäre hier vielleicht bedacht worden. Er war ein Popanz, wenn es drauf ankam und ein verzweifelnder Außenseiter, sobald es dazu kommen sollte. Shakespeare In Love. Vielleicht das schwächste „Bester Hauptdarsteller“-Feld des bisherigen Jahrtausends. Rollen, in denen Menschen mit Behinderung gezeigt werden, haben immer einen Oscar-Bonus, und den blinden Lieutenant Colonel spielt Pacino, oder Pac, wie ihn keiner nennt, zwar mit dem nötigen Einsatz. Obwohl mit Hanks erstmals seit Spencer Tracy 1938 und 1939 ein Schauspieler in zwei aufeinanderfolgenden Jahren gewinnen würde (Hanks davor in „Philadelphia“, 1993), so etwas also extrem selten zugelassen wird, war der 38-jährige Ex-Komiker haushoher Favorit. Bester Hauptdarsteller | Bester internationaler Film, Ehemalige Kategorien: Er gilt ja inzwischen als „der Durchgeknallte“. Er atmete lange aus. Kein Fan von Thomas Harris‘ Roman könnte glaubhaft darlegen. Nur, dass diesmal alle nicht mehr lachten. In unten stehender Tabelle sind die Preisträger nach dem Jahr der Verleihung geordnet. Einzig Tom Hanks, der für „Cast Away“ mehr Kilos verlor als Robert de Niro sich anfuttern könnte, wäre ein Gegner gewesen. Filme qualifizieren sich jeweils im Folgejahr ihrer Veröffentlichung für einen Oscar. Bester animierter Kurzfilm | Showing page 1. Bridges ist immer ein Leading Man, umso überraschender, dass bis heute vier seiner sieben Nominierungen nur in die Kategorie „Bester Nebendarsteller“ fielen. Als wären wir noch immer in den goldenen 1970er-Jahren. Er ist bullig und groß; er bestieg die Oscar-Bühne wie ein Boxer. The Reversal of what? Das gibt ihm Spielraum. Aber dennoch: Irgendwie sprach alles für den relativ unbekannten Rush, damals 45. Und bei den Oscars geht es darum, dass die Besten hoffentlich überhaupt irgendwann einen Preis bekommen – ob für den richtigen Beitrag, das spielt eine untergeordnete Rolle. „Steven Spielberg engagiert Daniel Day-Lewis“ lautete vor Drehbeginn die Schlagzeile, und die Sache war geritzt. Aber es ist einfach zu viel von allem – dies sollte auch die Darstellung sein, die den „Ich fange leise an zu reden und WERDE DANN EINFACH IMMER LAUTER!“-Pacino begründete. Die besten Animationsfilme der Jahre 2001 bis 2004 . Wer nicht spricht, muss mit Mimik und Gestik überzeugen, auch hier war die Jury anscheinend überwältigt. Die Oscarverleihung 1996 fand am 25. Oscar Gewinner – Bester Hauptdarsteller Lebzeiten Für seine Hauptrolle im Film; 1929: … Day-Lewis war nun Allzeit-Spitzenreiter mit drei Statuetten für die „Beste Hauptrolle“, und natürlich gab es vor der Verleihung leise Zweifel, ob die konservative bis ängstliche Academy wirklich bereit war, diesen Rekord zuzulassen. Aber war er in jenem Oscar-Jahr wirklich der Überzeugendste? Bemerkenswert ist, dass Washington einen Oscar für die Darstellung eines „Bösewichts“ erhielt, den korrupten Detective Alonzo Harris. Vor allem aus seinen Augen erleben wir das Militär-Regime. Im gleichen Jahr wurde Richard Barthelmess für seine Darstellung in ebenfalls zwei Filmen – Die Welt in Flammen (1927) und Die Nacht ohne Hoffnung (1928) – als bester Hauptdarsteller nominiert. Er spielt, nach einer wahren Geschichte, den Texaner Ron Woodruff, der 1985 die HIV-Diagnose erhält und das nicht glauben kann, weil er ein heterosexueller Macho ist. Er macht halt genau das, was von ihm gefordert wird. Den zugewandten, in Wirklichkeit lauernden Blick, die langsame, analytische Sprechweise erfand er selbst. „Brokeback Mountain“-Autorin Annie Proulx hatte nach den Oscars ein Plädoyer für Ledger verfasst, in dem sie auch die Entscheidung für Hoffman kritisiert. Bester Film | Zur Entscheidungsfindung beigetragen hat sicherlich auch, dass „The King’s Speech“ ein Biopic ist und Firth im damaligen Jahr in der „Hauptdarsteller“-Kategorie freie Fahrt hatte. Zu schlecht. In der echten Welt stimmte das Timing auch. Keaton durfte als „Birdman“ nicht gewinnen, weil er sich mehr oder weniger selbst verkörperte, einen Has-Been, der nicht schauspielern kann – da hätte die Jury sich, gäbe sie ihm den Oscar, selbst bloßgestellt. So wie Jeff Bridges oder Philip Seymour Hoffman war Washington hier nicht in seiner besten Rolle zu sehen, aber auch er „war jetzt dran“. Ein Mann aus dem Westen, der schottische Doktor Garrigan (James McAvoy) wird in dieser Mär 1970 zum Leibarzt Amins. Bester Schnitt | Wichtig zu wissen ist, dass die Academy solche Oscar-Würdigungen aus tiefstem Herzen vergibt – jener von Kritikern ins Spiel gebrachte „Behinderten-Bonus“ ist ein unfairer Einwurf. Und der beste, Jeff Bridges („True Grit“), erhielt die Auszeichnung schon im Jahr zuvor. Pierce Brosnan? Neben Matthew McConaughey noch Christian Bale („American Hustle“), Bruce Dern („Nebraska“), Leo („The Wolf of Wall Street“) und Chiwitel Ejiofor („12 Years a Slave“). Der Zeitpunkt stimmte einfach, da der Australier seit „L.A. Ralph Fiennes, „The English Patient“? Nur Morgan Freeman in der Rolle des Nelson Mandela war 2009 theoretisch eine Konkurrenz, aber Clint Eastwoods Biopic „Invictus“ war einfach nicht gut. In jüngerer Zeit fiele da einem sonst nur Forest Whitakers Idi Amin (2006, „The King Of Scotland“) ein.