3.3 Die Stadt, Alfred Lichtenstein Und lila Quallen liegen - bunte Öle; Der Inhalt wird noch durch eine Fülle weiterer künstlerischer Mittel unterstützt. - aber im Einzelnen ist doch manches schwierig zu erklären. Manche versuchten sich durch die künstlerische Produktion vom Druck der Verhältnisse zu befreien[7]. Dieses Thema war damals auch in anderen literarischen Strömungen beliebt. Dementsprechend vermitteln viele Texte das Gefühl eines in der Stadt einsam gewordenen Ichs oder eines Ichs, das als Objekt hilflos einer zum Subjekt gewordenen Objektwelt gegenüber steht. In der Zeit des Expressionismus entstanden in der Gruppe der Großstadtlyrik die meisten Texte. Paradoxerweise führt diese Nähe in den Trams nicht zu einem sozialen Austausch, sondern es baden lediglich die „nahen Blicke“ (2,3) ineinander. Die beiden Quartette heben sich nicht nur optisch von den Terzetten ab, auch inhaltlich lässt sich eine Zäsur[12] ausmachen. Die Dramatik von Leidenschaft, Liebe und Wahnsinn wird in vielen Gedichten als Motiv aufgegriffen. Im Text scheint dadurch die Privatsphäre der Menschen zu leiden, sie haben zu wenig Platz und werden dementsprechend von den Blicken der anderen „ohne Scheu befragt“ (2,4). Großstadt im Expressionismus. Das Heft "Großstadtlyrik des Expressionismus" von Klaus Lill in der Reihe "du:selbst" (ISBN 978-3-14-022230-3) enthält eine Reihenplanung zum Thema, die als Lernzirkel (Stationenlernen) angelegt ist. Interpretation Die Dichter dieser Zeit lehnten sich gegen die Tradition des 19. ): Großstadtlyrik. Sprachliche Merkmale sind: ein hoher Metapherngebrauch, häufige Wortneuschöpfungen (Neologismen) und ein Bruch mit traditionellen Formen. Unser Flüstern, Denken ... wird Gegröle ... - Und wie still in dick verschlossner Höhle. 1. Sie tritt dem ich als etwas Fremdes entgegen und „entfremdet das Ich sich selbst, seiner Umwelt und seinem Nächsten und zerstört die Gemeinschaft“[11]. Schwimmen wie Sonnenlicht durch dunklen Wald. Die beiden Quartette heben sich nicht nur optisch von den Terzetten ab, auch inhaltlich lässt sich eine Zäsur ausmachen. Die Epoche des Expressionismus ging ungefähr von 1910-1920/25. Viele Gedichte der Expressionisten haben als Thema das Leben in der Großstadt und das Tempo ihrer Entwicklung. im Wintertag, und tragen seine Last, Großstadt in der Literatur Fachtagung für Lehrerinnen und Lehrer Bildungszentrum Eichholz der Konrad-Adenauer-Stiftung, 21.-23. Die ergänzenden Lehrerinformationen geben in konzentrierter Form hilfreiche Zusatzinformationen. des schwarzen Himmels dunkelnden Palast. → Großstadtlyrik des Expressionismus Zahlreiche bekannte Gedichte des Expressionismus thematisieren die Stadt bzw. Und Wolkenschein Seit der Reich… Und Schein und Feuer, Fackeln rot und Brand, Die formalen Merkmale passen also gut zum Inhalt. Stirne und Hände, von Gedanken blink, DER GOTT DER STADT (1910) Interpretation: Diese Aufgabe lehnt sich an an eine Aufgabenstellung in: Klaus Lill, Großstadtlyrik des Expressionismus. Städter (1914) Beschreibe eines der hier zu sehenden - oder verlinkten - Bilder. Reihe "du-selbst. Die Zeilen der dritten Strophe reimen sich jeweils auf eine der vierten Strophe. Der Millionen durch die Straßen laut. Ziehn auf zu ihm, wie Duft von Weihrauch blaut. Die ersten beiden Strophen beschreiben die geballte Situation in der Stadt und deren Einwohner, während das lyrische Ich in den Zeilen 9 bis 14 auf sein Leid durch die Stadt zu sprechen kommt. Sehr typisch für den Expressionismus greift dieses Gedicht von Heym das Motiv der Naturkatastrophe und des Weltuntergangs im biblischen Stil auf; das existenzbedrohende Feuer stellt nämlich in der Bibel eine Art apokalyptischer Vorbote dar. Ein poetologisches Statement gibt Ernst Stadler ab. Der Straßentrakte: Trams auf Eisenschienen, Zerreißet vor des Mondes Untergang. 2. Dichter stellten häufig das Bewegungschaos, die Reizempfindlichkeit und Gefühle dar, wie Angst, Faszination und Beklemmung, Einsamkeit, Entfremdung und das Gefühl in der Masse unterzugehen. Der Schlote Rauch, die Wolken der Fabrik Jahrhunderts auf, das schon lange kritisiert wurde, aber bisher nicht in einer solchen Schärfe[1]. Die Expressionisten nutzen viele Themen als Vehikel für eine Zivilisations- und Gesellschaftskritik.